Stundentafel (Berufsschule)

LEHRPLAN DER LANDWIRTSCHAFTLICHEN BERUFSSCHULE, FACHRICHTUNG GARTENBAU

Stundentafel

(Stundenausmaß der einzelnen Unterrichtsgegenstände)

Pflichtgegenstände

1. Schulstufe

2. Schulstufe

3. Schulstufe

12. Wochen

10. Wochen

8. Wochen

Wochenstunden

Religion

2

2

2

Deutsch u. Kommunikation

2

2

1

Lebende Fremdsprache Englisch

1

1

1

Mathematik

3

3

Politische Bildung

2

1

1

Lebenskunde

1

1

Bewegung und Sport

2

2

2

Grundlagen des Gartenbaues

5

Pflanzenkunde

5

Pflanzenschutz

3

1

Gemüseproduktion

2

2

Zierpflanzenproduktion

2

3

2

Floristik

2

1

Baumschulwesen

1

2

2

Landschaftsgärtnerei

2

1

Technik im Gartenbau

1

2

2

Betriebswirtschaft  u. Rechnungswesen

3

Verkaufskunde

1

2

Informatik – EDV

1*

1*

2*

Alternative Pflichtgegenstände

Zierpflanzenproduktion

6

Floristik

Baumschulwesen

Landschaftsgärtnerei

Praktischer Unterricht

Grundlagen des Gartenbaues (TG, ZP, BW)

7

Pflanzenkunde

2

1

1

Gartenbau (TG, ZP, BW, GP, LG)

2

Floristik

2

Verkaufskunde

1

Pflanzenschutz

1

Alternative  Pflichtgegenstände

Gegenstandsgruppe

 

5

Zierpflanzenproduktion/Floristik

Gegenstandsgruppe

Baumschulwesen/Landschaftsgärtnerei

Erste Hilfe in Kursform

20**

 

 

37

37

37

* Unterricht in Schülergruppen, wobei die Wochenstunden von bis zu vier Wochen in
Blockform zusammengefasst werden können.
Die Unterrichtsstunden sind nach Maßgabe der organisatorischen Möglichkeiten zu verteilen.
Zu Lasten der praktischen Unterrichtsstunden.

Je Schulstufe 30 Unterrichtsstunden; Unterricht durch zwei Lehrer.

Einstiegszeitpunkt: nach der neunten Schulstufe

Absolvierung der Lehrzeit: in Gartenbaubetrieben

Allgemeine Wissensvermittlung: an der Schule in 3 Etappen, Ergänzende Fertigkeitenvermittlung in allen praktischen Fachbereichen

Facharbeiterprüfung

Abschluss als Gärtner – FacharbeiterIn

Lehre mit Matura möglich

Gegenstände der Berufsschule:

Grundlagen des Gartenbaus

Unter dem Mikroskop erlernen die Schüler den innersten Aufbau der Pflanzen, wodurch sie die biologischen Zusammenhänge besser verstehen und somit die Pflanzen entwicklungsgerecht pflegen können. Dafür ist es auch notwendig ernährungsphysiologische Prozesse zu kennen, Bodenproben zu entnehmen und diese auch zu analysieren. Ohne genaues Bescheidwissen über chemische und biologische Zusammenhänge wäre es nicht möglich, qualitativ hochwertige Pflanzen zu produzieren.

Zierpflanzenproduktion und Pflanzenschutz

Im Zierpflanzenbau werden blühende und grüne Topfpflanzen, Schnittblumen sowie Beet- und Balkonpflanzen in modernen Gewächshäusern und Folientunnels oder im Freiland ganzjährig kultiviert. Dabei helfen unter anderem computergesteuerte Systeme für Bewässerung und Düngung, Belüftung, Belichtung und Schattierung. Das Erkennen der Pflanzen, ihrer Eigenschaften, unterschiedlichen Ansprüche und Verwendungsmöglichkeiten erfordert vom Gärtner ein breit gefächertes Fachwissen, welches auch laufenden erweitert werden muss.

Trotz weitgehender Technisierung der meisten Kultur- und Pflegearbeiten kommt es neben guten Fachkenntnissen, nach wie vor, auch auf geschickte Handarbeit an. Der Zierpflanzenbau versucht verstärkt möglichst wenig Pflanzenschutzmittel aus Umweltschutzgründen einzusetzen. Der Einsatz von Nützlingen ist einer der Möglichkeiten umweltfreundlicher Pflanzen zu produzieren. Das ermöglicht dann einen integrierten oder sogar ökologischen Pflanzenbau auch in Zierpflanzenbaubetrieben. Eine verkaufsfördernde Präsentation des Pflanzensortiments, das Führen von Verkaufsgesprächen und das Beraten der Kunden bei der Pflanzenauswahl ist eine weitere Säule des Berufes.

Berufliche Aufgabengebiete: Zierpflanzen säen, pikieren, topfen und heranziehen; Substrate und Dünger beurteilen und einsetzen; Zierpflanzen termingerecht und umweltschonend kultivieren; moderne Technik einsetzen (z.B. Klimasteuerung); Pflanzen auswählen bewerten und sortieren; Zierpflanzen marktgerecht aufbereiten und verkaufen; Kunden informieren und beraten

Baumschulwesen und Technik

Ein wesentlicher Inhalt der Sparte Baumschulwesen ist das fachgerechte Kultivieren von Gehölzen im gewachsenen Boden. Die Schüler erlernen auch, wie man Gehölze fachgerecht vermehrt und veredelt. Gerade Veredelungen erfordern viel Übung, Geschick und Handfertigkeit. Die Technik hat natürlich auch vor diesem naturbezogenen Berufsfeld nicht Halt gemacht. Dass moderner Gartenbau anspruchsvoll ist, beweist man in der Fachschule Ehrental durch den Einsatz moderner Geräte und Maschinen. Deren Pflege und Wartung ist genauso Bestandteil der Ausbildung, wie die Arbeit im hauseigenen Labor.

Landschaftsgärtnerei

In der Landschaftsgärtnerei wird mit Fachwissen und Kreativität der Garten kundengerecht gestaltet. Von der Bestandsaufnahme über die Planung bis hin zur Ausführung der geplanten Elemente lernen die kreativen jungen Gärtner aus einer wilden Baustelle einen gemütlichen Lebensraum zu gestalten. Die standortgerechte Auswahl der Pflanzen ist dabei besonders für die weitere Zufriedenheit der Kunden wichtig. Im Rahmen von speziellen Projekten wird auch besonders darauf Bedacht genommen, Bestehendes mit einzubinden und Altes zu erhalten.

Gemüseproduktion

Gartenbauberufe beinhalten Verantwortung. Verantwortung für die Natur, die den Werkstoff liefert und somit auch Verantwortung für den Menschen. Egal, ob es um den Hausgarten oder die Gemüseanlage zur Versorgung der Bevölkerung geht – das Wissen, wie man mit den Pflanzen umzugehen hat, ist gerade in unserer Zeit von größter Wichtigkeit.

Floristik

Bei allem notwendigen Hintergrundwissen kommt natürlich die Kreativität nicht zu kurz. Besonders das Fachgebiet Floristik erfordert von den Schülern Ideenreichtum und Sorgfalt. Eigene Ideen und Träume entwickeln sich hier zu wahren Kunstwerken, die bestaunt werden und Freude bereiten

Verkaufskunde

Da man aber nicht nur produzieren kann, sondern auch verkaufen muss, ist Verkaufen ein weiterer Schwerpunkt in der Ausbildung. Der Umgang mit Kunden wird entsprechend geübt und am eigenen Umgangsstil gefeilt.

Lebende Fremdsprache

Die zunehmende Internationalisierung erfordert auch fundierte Fremdsprachenkenntnisse. Auch hier wird mit modernen Methoden versucht, den Unterricht so aktuell als möglich zu gestalten.